Solothurner Ruderclub

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Silvesterachter

Silvestermorgen, 8 Uhr: Das Bootshaus an der Römerstrasse liegt im grauen Nebel. Noch ahnt niemand, dass das Solothurner Bootshaus heute ein letztes Mal im Jahr 2013 zum Leben erwacht. Die Basis dazu wurde bereits mehr als ein Jahr im Voraus gelegt: so hat Gabi Hofer als letzten Punkt im SRC-Jahresprogramm „Silvesterachter, 13.30 Uhr“ aufgenommen.

13.00 Uhr: Die allerletzten Nebelschwaden haben sich verzogen und einer mild wärmenden Sonne Platz gemacht.

13.10 Uhr: Die ersten Clubmitglieder laufen im Bootshaus ein

13.28 Uhr: Marianne Portmann trifft mit der Apéro-Platte ein.

13.30 Uhr: Wie abgezählt versammeln sich exakt 27 Clubmitglieder vor dem Bootshaus. Der SRC besitzt 3 Achterboote. Und der Anlass heisst ja nicht umsonst „Silvesterachter“. Die ersten 9 Personen rudern im „Otto grappa“ los und schon setzen sich die nächsten 9 Personen in den Rennachter „Pendragon“. Doch nun kommt die bisher so reibungslose Organisation ins Stocken: Nicht alle der verbleibenden 9 Personen möchten im dritten Achter „Vovo Max“ Platz nehmen. Ist das Boot zu gwaggelig? Haben die Ruder die falschen Griffe? Fehlt das Vertrauen in die Mannschaft? Findet sich kein Steuermann? Ist Ende des Jahres die Lust auf ein Experiment mit ungewissem Ausgang nicht mehr vorhanden? Die genauen Hintergründe bleiben verborgen, da der Berichterstatter bereits im zweiten Boot in Richtung Inseli unterwegs ist.

Bei dem schönen Wetter und dem ruhigen Wasser kommen wir schnell vorwärts und schon bald geht es wieder flussabwärts in Richtung Bootshaus. Anstatt dem „Vovo Max“ kommt uns nun ein Fünfer entgegen sowie – ein Dreier! Rechne: Es fehlt noch jemand, nämlich der „nette Herr“ (siehe Ruderblatt Nr. 94, Seite 13). Wieso haben wir ihn im Skiff nicht gekreuzt? Als wir uns zur Corsofahrt durch die Stadt bereit machen, beschleichen mich die schlimmsten Befürchtungen: Da der dritte Achter nicht als Achter starten wollte, blieb selbiger Herr gleich im Bootshaus und räumt nun das Büffet leer…

Doch dem ist natürlich nicht so. Es erweisen sich alle Clubmitglieder als sehr nett, und unseren Skiffier haben wir wohl beim Inseli übersehen. Alle helfen einander beim Boote auswassern und Putzen. Ein letztes Mal werden die Boote versorgt und die Tore der Bootshalle schliessen sich ein letztes Mal im zerrinnenden Jahr. Im Clubzimmer werden viele Erinnerungen an Ereignisse im vergehenden Jahr ausgetauscht und es folgt ein munteres Zuprosten auf ein gutes neues Ruderjahr.

Die Sonne senkt sich. Nur noch wenige Stunden und die erste Ausfahrt im neuen Jahr 2014 steht an…

 

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