Ruderwanderfahrt Holland 2018

Wanderfahrten des Solothurner Ruderclubs in Holland gibt es seit 1987. Vom 26. Mai bis 2. Juni 2018 wurde nun die elfte (!) durchgeführt, und zwar in und um Amsterdam. Vierzehn TeilnehmerInnen ruderten in drei Wherry’s, diesmal gemietet beim Ruderclub Weesp. „Es ist erstaunlich, wie viele Arbeitli bei so einer Wanderfahrt anfallen“, meint Organisator Han Kruysse. Bettmümpfeli-, Pflästerlibeauftragte und Schlüsselverantwortliche sind nur ein Teil davon.

Was ist ein Wherry?
Der Wherry ist ein recht schneller Tourendoppelzweier mit einklappbaren Auslegern (gäbig beim Anlegen an Quaimauern usw.) und mit einem breitem Bänkli, wo zwei Steuerleute Platz finden: der eine steuert, der andere muss Karten lesen. Der Wherry hat zudem den Vorteil, dass man z.B. alle Stunden die ganze Mannschaft auswechseln kann; dies macht das Boot eben schnell, da die Mannschaft nie allzu müde wird.

Das sehr abwechslungsreiche Ruderwasser rund um Amsterdam hat viele Abzweiger, Kreuzungen mit entsprechenden Varianten: wer nicht aufpasst fährt schnell falsch. Darum ist das Kartenlesen wichtig. Zudem muss der Kartenleser paddeln, wenn’s zu schmal wird. Was täglich mehrmals vorkommen kann.

Idyllische Flüsschen und kurvige Kanäle
Gerudert wurde dieses Jahr eine eintägige und zwei zweitägige Fahrten, total 175 km, auf wunderschönen idyllischen Flüsschen, kurvenreichen Kanälen mit Seerosen und Wasserlilien, auf Seen, durch Dörfer und Städtchen mit teils tiefen Brücken, durch die lebhaften Grachten von Amsterdam. Daneben mussten Schleusen überwunden werden und gab es vier Querungen von Kanälen mit regem Frachtverkehr. Hier war die Begleitbusmannschaft gefragt: sie beobachtete die Frachtkähne und den sonstigen Verkehr und gab jeweils pro Boot die sichere Überquerung frei.

Erstmals wurde die ganze Woche von einem Standort aus durchgeführt, nämlich von einem Hotel im schönen und lebhaften, an der Vecht gelegenen Städtchen Weesp. Früher wurde immer von Hotel zu Hotel gerudert. Beides ist schön; „alles von einem Ort aus“ hat sich auf jeden Fall auch bewährt.

Text: Han Kruysse
Bilder: Rebekka Ryser

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