Sicherheit

Ab 1.1.2020 wurde das Bundesgesetz über die Binnenschifffahrt angepasst. Bei Regelverstössen kann und wird die Solothurner Schifffahrtspolizei Ordnungsbussen erteilen.

Ruder- und Fahrordnung des Solothurner Ruderclubs

Gemäss unserer Ruderordnung/Fahrordnung gelten die Regeln des BG über die Binnenschifffahrt und die Binnenschifffahrtsverordnung. Diese Regeln wie auch die übrigen Punkte sind von allen Ruderinnen und Ruderern einzuhalten. Werden Bestimmungen missachtet, lehnt der SRC jede Haftung ab bzw. nimmt Regress auf die Fehlbaren.

Die wichtigsten Punkte
  • Generell gilt Rechtsverkehr.
  • Kursschiffe oder 11i-Boote haben immer Vortritt. Beim Kreuzen mit grösseren Booten: Rudern einstellen und Boot parallel zu den Wellen richten. Ein „kleines“ Boot, mit oder ohne Motorantrieb, muss  Backbord an Backbord kreuzen.
  • Jede Person im Boot muss eine Schwimmhilfe im Boot mitführen oder tragen.
  • Zu den Hafeneinfahrten Pier 11 und Bootswerft Lehmann ist ein gebührender Abstand einzuhalten (Ruderer: 15 Meter). Hafenbenützer haben immer Vortritt.
  • Naturschutzgebiete sind ausnahmslos zu meiden. Schilfgürtel mit mindestens 10 Meter Distanz passieren.
  • Stand-up-Paddler, Benützer von Luftmatratzen oder anderen Schwimmhilfen haben Vortritt. Bei einem Zusammenstoss liegt die Schuld in der Regel bei uns.
  • In der Nacht und bei dichtem Nebel immer ein weisses Licht an Bug und Heck montieren
  • Bei schlechten Sichtverhältnissen (Faustregel: wenn man das gegenüberliegende Aareufer nicht sieht) nicht aufs Wasser gehen.
  • RuderInnen haben das Recht, fehlbare Aarebenutzer bei der Kantonspolizei zu melden (z.B. zu schnell fahrende BootslenkerInnen).
Gefahren

Der Rudersport findet in der Natur statt. Darum ist es wichtig, die Gefahren und Vorschriften zu kennen sowie die Risiken richtig einzuschätzen. Bei Nacht, im Winter, bei schlechtem Wetter (Sturm, Wellengang, Gewitter, Nebel, Schneetreiben) und bei hohem Wasserstand (Treibholz, Strömung) ist besondere Vorsicht geboten.
Oft wird die Gefahr der Wasserströmung unterschätzt und wie schnell sich ein Fluss verändern kann. Ein Boot lässt sich nur steuern, wenn es schneller ist als das umgebende Wasser! Grosse Regenmengen oder starke Gewitter lassen die Jurarandseen anschwellen und die Abflussmenge wird erhöht. Schon nur ein Abfluss von 220 m3/Sek. – für Solothurn fast normaler Durchschnitt – erzeugt einen Druck von 20 T/cm2. Dazu kommt Schwemmholz, welches uns gefährlich werden kann. Vor jeder Ausfahrt also die Abflussmenge im Logbuch kontrollieren.

Verbindliche Richtlinie des SRC

  • Ab einer Abflussmenge von 650 m3/s und/oder Hochwasser-Gefahrenstufe 3 ist der Ruderbetrieb einzustellen.
  • Ab einer Abflussmenge von 350m3/s gelten folgende Vorsichtsmassnahmen:
  1. Wenn möglich in breiten Booten aufs Wasser
  2. Erfahrene Steuerleute
  3. Hindernisse wie «unseren» Inselispitz mit viel Abstand umfahren.
  4. Am gefährlichsten ist das Wenden oberhalb von Brücken wegen der Sogwirkung der Pfeiler.
  5. Schwemmholz befindet sich meist dort, wo die stärkste Strömung herrscht, etwa entlang der Aussenkurven.
  6. Bei Pausen genügend Abstand vom Ufer halten, da uns die Strömung dagegen treiben kann.
  • Empfehlung. Ab 600m3/s Abflussmenge sollen nur geübte RuderInnen aufs Wasser.

Es gelten die Abflussmengen bei der Messstation Aare-Brügg, Aegerten

Clubroute Ideallinie

Empfehlung: Flussaufwärts in Ufernähe entlang des Steuerbordufers (Nordseite). Der Bellacherrank, der Altreu- und Bettlacherrank werden auf der Backbordseite abgekürzt. Der erste Seitenwechsel erfolgt in der Regel im Bellacherrank, Höhe Motorboote am Nordufer/Steuerbordseite. Die Aare ist auf dem kürzesten Weg zu überqueren.  Unterhalb des Inseli Länggrien wechseln wir wieder zum Steuerbordufer, ausser das Inseli werde südseitig umfahren. Das Steuerbordufer erst bei Altreu wieder verlassen, aber nur wenn die Fahrt weiter Aare aufwärts geht. Talwärts wird immer in der Flussmitte gefahren.

Vorrollen und ziehen – nein, mit der Maus, nicht mit den Beinen. Und dann losrudern… 🙂